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Gedenken zu 81 Jahren Zerstörung Plauens

verfasst am 10.04.2026

Der 10. April ist für Plauen ein Tag des Gedenkens und des Innehaltens. Er erinnert an den schwersten Bombenangriff auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg – und mahnt bis heute: Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssen immer wieder neu bewahrt und geschützt werden. Anlässlich des 81. Jahrestages luden der CDU-Stadtverband Plauen und der Evangelische Arbeitskreis (EAK) Vogtland zu einer besonderen Veranstaltung ein. Im Luftschutzmuseum „Meyerhof“ – einem Ort mit eindringlicher historischer Bedeutung – wurde der Bogen von der Vergangenheit zu den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen gespannt. Das große Interesse der Besucher zeigte: Das Thema bewegt viele Menschen, der Veranstaltungsort war gut gefüllt.

Unter dem Titel „Selig sind die Friedensstifter… Christliche Ethik zwischen Pazifismus und Verteidigungsfähigkeit“ wurde eine differenzierte und offene Diskussion geführt. Ziel war es bewusst nicht, einfache Antworten zu geben, sondern Raum für eine ehrliche Auseinandersetzung mit schwierigen ethischen Fragen zu schaffen. Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Wittkopf von St. Johannis und ehemaliger Militärseelsorger sowie Dr. Dirk Reitz vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus Dresden wurde der Frage nachgegangen, wie sich der christliche Friedensauftrag mit der Notwendigkeit zur Verteidigungsfähigkeit in Einklang bringen lässt.

In der besonderen Atmosphäre des Meyerhofs wurde deutlich, wie herausfordernd diese Abwägung in einer zunehmend unsicheren Welt ist. Die Diskussion, moderiert von Katrin Kämpf, bot den Teilnehmern Orientierung und Denkanstöße zwischen moralischem Anspruch und sicherheitspolitischer Realität.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gedachten zahlreiche Bürger sowie Vertreter der Stadt auf dem Hauptfriedhof der Opfer der Bombenangriffe. Auch Mitglieder der CDU Plauen nahmen an dieser würdevollen Gedenkveranstaltung teil und setzten gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde folgte ein weiterer stiller Moment des Gedenkens: In einem ehemaligen Luftschutzraum wurden Blumen niedergelegt, um der Opfer zu erinnern. Dieser bewegende Abschluss machte eindrücklich bewusst, welche Folgen Krieg und Gewalt haben – und wie wichtig es ist, sich gemeinsam für Frieden einzusetzen.